M251 Energetische Sanierung, Energieeffizienz & Einsatz regenerativer Energien usw. im städtischen Gebäudebestand

 
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M201 Ausweitung Parkraumbewirtschaftung Cheruskerstraße und Umgebung
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M268 Erhöhung Grundsteuer B
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M251 Energetische Sanierung, Energieeffizienz & Einsatz regenerativer Energien usw. im städtischen Gebäudebestand
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M249 Reduktion der Kosten für Straßenlaternen durch Einsatz energiesparender Technologien
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M267 Weitere Erhöhung der Automatensteuer
 
Verwaltung und Gebäude
Sparvorschlag
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Erklärung: Die Bewertung dient der Ermittlung der besten 30 Vorschläge. Weitere Infos dazu in den „Häufigen Fragen“.

Vorschläge zu Maßnahmen zur Verwaltungsorganisation und städtischen Gebäuden
Vorschlag Nr. V5 von Verwaltung (Verwaltung) | 20.04.2012 - 14:39

M251 Energetische Sanierung, Energieeffizienz & Einsatz regenerativer Energien usw. im städtischen Gebäudebestand

Für die Zukunft ist vorgesehen, einen weitaus größeren Teil der sog. „Bildungspauschale“ als bisher (2014: 3 Mio. € von 5,3 Mio. € und 2015: 3,5 Mio. € von 5,3 Mio. €) zum Abbau des Instandhaltungsstaus an Schulen einzusetzen und dadurch u. a. den Energieverbrauch der Gebäude nachhaltig zu senken und Fördermittel für energetische Sanierungen zu generieren.
Im Zuge von strategischen Überlegungen zur Heizenergieversorgung soll der Aufbau von Nahwärmenetzen unter Berücksichtigung der vorhandenen Fördersituation untersucht und ggf. ab 2014 durchgeführt werden. Auch ein Anschluss an bestehende Nahwärmenetze wird untersucht und kann ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein.
Neben strukturellen Einsparungen sollen Klimaschutzziele aus dem vom Bund geförderten städt. Klimaschutzkonzept erreicht werden.

Erwartetes Volumen
2014159.000 Euro
 
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Sehr geehrte/r Teilnehmer/in,
folgende 3 Fragen aus dem Forum Lob&Kritik werden hier zur Kenntnis aller beantwortet:
1.) Wo werden diese Verwendungen der Bildungspauschale eingespart?
2.) Wie hoch ist der Instandhaltungsstau?
3.) Ist der Vorschlag mit einem gültigen Schulentwicklungsplan abgestimmt?

zu 1.) Die Bildungspauschale ist für Investitionen vorwiegend zweckgebunden in Schulen und Kindertagesstätten zu verwenden. Bislang mussten diese Gelder überwiegend für notwendige Erweiterungen und Umbauten von Schulgebäuden und Kindertagesstätten (z. B. Ganztag, Gemeinsamer Unterricht, Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz u. ä.) verwendet werden; für eine flächendeckende Sanierung und Modernisierung der Gebäude blieben kaum Mittel übrig. Der deutliche Rückgang der Schülerzahlen lässt erwarten, dass Erweiterungen von Schulen künftig nicht mehr in dem bisherigen Umfang erforderlich werden und deshalb zunehmend mehr Finanzmittel für die Sanierung und Modernisierung eingesetzt werden können.

 
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zu 2.) Der Instandhaltungsstau beträgt grob geschätzt 39 Mio. Euro für alle Schulen. Der tatsächliche Instandhaltungsstau wird Ende des Jahres ermittelt sein.

zu 3.) In welchen Schulen der Instandhaltungsstau prioritätenmäßig abgebaut wird, ist abhängig von der Bedarfssituation, die von der Schulverwaltung ermittelt wird. Insofern wird die Festlegung der Priorisierung des Abbaus von Instandhaltungsstaus in enger Abstimmung zwischen dem Immobilienmanagement und der Schulverwaltung erfolgen.

 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Nachdruck möchte ich diesen Vorschlag unterstützen. Energieeffizienz droht zur vernachlässigten Säule der (lokalen) Energiewende zu werden. Energieeffizienz ist sicherlich ein weites Feld, aber selbst kleinste Maßnahmen (wie z.B. Prüfung/Erneuerungen der Fensterdichtungen) bringen nennenswerte Erfolge.

Besonders hervorheben möchte ich den verstärkten Einsatz von KWK-Anlagen in städtischen Gebäuden. Je nach Größe der Liegenschaft eignen sich bereits kleinste Mini-/Mikro-BHKWs die a) einer Förderung vom Bund unterliegen und b) neben der bereitgestellten Wärme auch Strom produzieren der über eine Eigenverbrauchsoptimierung nochmals zusätzliche Förderung generieren kann.

Beste Grüße, M. Woste

 
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Was hat die "Bildung" mit der Instandhaltung zu tun? Die Bildungspauschale ist für die Bildung gedacht. Ausstattung, Material, Umgestaltung der Strukturen (z.B. Ganztag). Eine energetische Gebäudeumrüstung wäre eine Zweckentfremdung.

 
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Grundsätzlich ist die energetische Sanierung ja in ordnung, allerdings nicht aus den Mitteln der Bildungspauschale. Diese gehören in die Ausbildung selbst, z.B. könnte man die eingesparten Stellen bei den VHSen wieder reaktivieren. Hier wird Bildung betrieben und vermittelt. Für die warmen Räume ist der Träger verantwortlich, und die Bildungspauschale darf dafür nicht zweckentfremdet werden.

 
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Die Bildungspauschale sollte für BIldung und nicht für energetische Sanierung ausgegeben werden. Eine energetische Sanierung befürworte ich - die Zweckentfremdung nicht.

 
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Mit Bildung hat das aber wenig gemeinsam. Aber es ist Typich das Gelder Zweckentfremdet werden. Ich lehne diesen Vorschlag ab.

 
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gut !

 
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Was hat Energetische Sanierung mit Bildung zu Tun?
Ach so, wenn es kalt ist in der Schule, lernt es sich nicht gut.
Wenn gar nichts mehr als Argument zählt dann kommt der Klimaschutz als Begründung dazu. Tolle Idee. Bildung kann man auch durch kleinere Klassenstärken verbessern. Da sollte das Geld reingesteckt werden.

 
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Es ist sinvoll, die 'Gebäude für die Bildung' gut zu gestalten, aber von der summe darf nciht zu viel weg genommen werden, es muss auch die Ausstattung gfcördert werden, auch Sozialarbeiter u.ä. sollten zusätzlich in Schulen eingestellt werden.

 
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natürlich hat Instandsetzung/Instandhaltung von Bildungseinrichtungen auch was mit Bildung zu tun. Natürlich ist eine energetische Verbesserung der städtischen Einrichtungen wünschenswert. Mit Sparen hat das aber wenig zu tun. Erst mal sind riesige Investitionen notwendig, auch wenn von irgendwoher Fördergelder fließen würden. Eine Amortisierung und somit ein Spareffekt tritt erst in vielen vielen Jahren ein. Wenn man schon meckert, dass die Stadt kein Geld hat um „Aufbau Ost“ zu bezahlen, dann frage ich mich, woher sie denn das Geld für energetische Verbesserung nimmt ?
Deshalb erst mal dafür sorgen, dass Geld da ist und dann ausgeben und nicht weiter Schulden machen unter einem akzeptierten Mäntelchen.

 
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Hier ist Augenmaß von Nöten. Solange in Solingen kein ordentliches Bildungsmaterial in allen Schulen verfügbar ist sehe ich die Gelder als Zweckgebunden an. Darüber hinaus ist selbstverständlich bei Reparaturen und Sanierungen in Hinblick auf die Unterhaltungskosten (Energieeffizienz, Wartung) und Haltbarkeit eventuell höhere Anschaffungskosten hiermit abzudecken. Preiswert Wärme erzeugen ist sinnvoll, Gebäuden eine Plastiktüte (Wärmedämmung Fassaden) überzustülpen und hinsichtlich des Sauerstoffverbrauch von 30 Schülern in einem Raum wiederum ein Loch hineinzuschneiden (offene Fenster) macht keinen Sinn

 
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Erst zum Jahresende kennt die Verwaltung genaue Zahlen über den Instandhaltungsstau. .- ! -.

Was soll bei grob geschätzten 39.000.000 Euro dann ein Volumen von 159.000 Euro = 0,407% als Vorschlag?

Wo kommt die fehlende Restsumme von 21.900.000 Euro ab 2016 bei Zweckentfremdung der Bildungspauschle dann her und wie sieht der Finanzierungsplan bei ungesicherter Kreditrückführung dazu aus?
Bis die 21,9 Mio abgezahlt wären, sind die dann aufgelaufenen neuen Instandhaltungsversäumnisse nicht einmal mitgerechnet.

Die Verwaltung sollte einfach mal bei einer Bank mit deratigen vagen Konzepten eine Finanzierung auch nur anfragen.

In der Immobilienwirtschaft gibt es eine Instandhaltungsrücklage der Eigentümer für zukünftige Reparaturen mit jährlicher Ansparung und auch Investitionsplanungen mit realisierbaren Finanzierungsmodellen. Andernfalls wäre die Hausverwaltung ......

 
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Ziel dieser Maßnahme ist der Einsatz eines erhöhten Bildungspauschalenanteils für energetische Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Abbaus des Instandhaltungsstaus an Schulen. Diese Sanierungsmaßnahmen haben Energieeinsparungen zur Folge, deren Volumen in dem Vorschlag beziffert ist. Der Instandhaltungsstau aller städt. Gebäude wird bis Ende dieses Jahres ermittelt sein. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für ein gesamtstädtisches Sanierungskonzept.

 
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Schulen und öffentliche Gebäude sollten grundsätzlich energetisch bestens gepflegt werden.
Es sollte die kostengünstigiste Technologievariante für das Energiesparen zum Einsatz kommen: Einbau von Luft-/Wasserwärmepumpen oder die Aufstellung von kleineren Blockheizkraftwerken, bei denen der erzeugte Strom verkauft werden kann. Sind Lüftungssysteme vorhanden kann eine Wärmerückgewinnung in Kombination mit einer Wärmepumpe interessant sein.
Viel Geld kann bereits bei der Ausahl der Berater und Dienstleister gespaart werden.
Der Widerspruch in der heutigen Zeit: alle Technologien sind auch kostengünstig verfügbar, sie werden trotzdem immer noch zu wenig genutzt.
D. Müller

 
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Hierzu habe ich keine Meinung, weil Deutschland immer vorprescht in Europa. Hier wird gedämmt, isoliert, Wärme eingespart im Übermaß, während in den anderen EU-Ländern fast nichts gemacht wird. Oder kann sich jemand vorstellen, dass z.B. die Einwohner der Bretagne (Frankreich) ihre Häuser und Dächer dämmen, isolieren usw? Oder in Polen, Rumänien, Ungarn usw? Da lacht man doch nur, wenn man dies anspricht. Außerdem hat in diesen Ländern kaum jemand Geld, um diese Maßnahmen durchzuführen.

 
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Dieser Vorschlag kann nicht bewertet werden, ohne dass erläutert wird, an welchen Stellen die Verwendung der Bildungspauschale umgewidmet wird. Es ist ja nicht so, als ob irgend wo noch "luft" wäre, insbesondere wenn man die durch "Inklusion" erhöhten Anforderungen an Raumbedarf beachtet.

 
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Die Bildungspauschale wurde eingeführt, um den Kommunen einen Anreiz zu bieten den Instandhaltungsstau im städtischen Gebäudebestand abzubauen und nicht nur Neubauten zu fördern. Es ist sinnvoll, den Instandhaltungsstau an Schulen abzubauen und dabei Energieverbrauchsreduzierungen zu erzielen, sowie die Gebäude an den zukünftigen Bedarf im Hinblick auf Schülerzahl und Schulbetrieb anzupassen.

 
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da müsste doch beim Gebäude Management deutlich mehr also nur schlappe 159.000 €
drin sein.
Ich habe noch nie verstanden warum beispielsweise Kitas erst geschlossen werden um dann komplett neue zu bauen. Ein Umbau von bestehenden Objekten müsste doch generell günstiger als ein Neubau sein, oder?

 
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Die Einsparsumme von 159.000 Euro stellt ca. 5% der Energiekosten an den städtischen Gebäuden dar. Um dieses Potential zu heben sind erhebliche Investitionen nötig. Während bei einem Umbau im Bestand die EnEV (Energieeinsparverordnung) nur wenige Anforderungen stellt, sind bei einem Neubau der EnEV-Neubaustandard und das EEWärmeG (Erneuerbare Energien Wärme Gesetz) einzuhalten. Hierdurch werden die Energiekosten nachhaltig reduziert.

 
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Grundsätzlich unterstütze ich jegliche Maßnahmen, die zur Instandhaltung und Sanierung städtischer Gebäude dienen, vor allem, wenn es sich um Maßnahmen handelt, die zukünftig Energiekosten einsparen helfen.
Doch habe ich die Sorge, dass - wenn es aus dem Topf der Bildungspauschale finanziert wird - weniger Geld für die Bildung unserer Kinder zur Verfügung steht.
Wenn ich den Hinweis der Verwaltung, Teil 1, lese, dann sieht das für mich so aus, dass die Bildungspauschale ausschließlich für Neubau, Instandhaltung und Modernisierung von Schulen und Kindergärten verwendet wurde. Welche anderen Verwendungsmöglichkeiten gibt es für die Bildungspauschale noch?

 
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Die Schulpauschale/Bildungspauschale darf nur für investive Maßnahmen in Schulen und Kindertagesstätten verwendet werden (d. h. nicht für z. B. Personalkosten, Schulbücher, Verbrauchsmaterialien usw.). Neben baulichen Maßnahmen (Umbau, Instandhaltung, Sanierung, Neubau u. ä.) werden zweckentsprechend auch (größere) Ausstattungsgegenstände (z. B. Mobiliar, IT/Computer u. ä.) hierdurch finanziert. Die anteilige Verwendung für diese Zwecke wird auch weiterhin erfolgen. Allerdings sollen künftig deutlich weniger Mittel für Erweiterungsbauten verwendet, sondern vielmehr in die - auch energetische - Sanierung und Modernisierung der Schulgebäude und deren Ausstattung investiert werden.