M249 Reduktion der Kosten für Straßenlaternen durch Einsatz energiesparender Technologien

 
818 27
M268 Erhöhung Grundsteuer B
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M251 Energetische Sanierung, Energieeffizienz & Einsatz regenerativer Energien usw. im städtischen Gebäudebestand
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M249 Reduktion der Kosten für Straßenlaternen durch Einsatz energiesparender Technologien
802 4
M267 Weitere Erhöhung der Automatensteuer
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M264 Konsolidierungsbeitrag der Technische Betriebe Solingen (TBS)
 
Verkehr, Natur und Umwelt
Sparvorschlag
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Vorschläge zu Maßnahmen zu den Themen Straßenverkehr, ÖPNV und ähnlichem
Vorschlag Nr. V4 von Verwaltung (Verwaltung) | 20.04.2012 - 14:08

M249 Reduktion der Kosten für Straßenlaternen durch Einsatz energiesparender Technologien

Die Maßnahme war nicht Bestandteil der Bürgerbeteiligung 2010, sie wurde aber seitens der Politik vorgeschlagen, vom Rat beschlossen, ist bereits Bestandteil des Haushaltssanierungsplans und wird nun zur Abstimmung gestellt.

Es handelt sich bei der Haushaltssicherungsmaßnahme M249 mit dem Einsparziel von 100.000 € jährlich ab 2013 um eine Fortführungsmaßnahme. Bereits in den Jahren 2010 und 2011 wurden ca. 4000 Rundleuchten im Stadtgebiet energetisch saniert und die Leistung von 80 W auf 35 W je Leuchte reduziert (zu einem Teil mit Finanzmitteln des Konjunkturpaketes II). Die Umrüstung der restlichen ca. 3000 Rundleuchten in den Jahren 2012 und 2013 ist wirtschaftlich rentabel. Sie führt zu einer weiteren Reduktion des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Energiekosten sowie der CO2-Emmissionen.

Erwartetes Volumen
2013100.000 Euro
 
1

Was heißt denn das konkret? Was kostet die Umrüstung? Spart es wirklich oder werden am Ende nur noch mehr Laternen demontiert?

 
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Konkret handelt es sich um die Umrüstung von vornehmlich in Anlieger- bzw. Wohnstraßen installierten Rundleuchten von der Quecksilberdampf-Hochdrucklampen-Technologie in energetisch optimierte Metalldampf-Hochdrucklampen-Technologie. Es wird lediglich die Lampe ausgetauscht, der vorhandene Mast bleibt bestehen.
Die Investitionskosten der Umrüstung werden mit ca. 760.000 € auf der Grundlage der Erfahrungswerte aus der 1. Ausbaustufe kalkuliert. Die tatsächlichen Kosten können am Ende davon abweichen; sie sind abhängig vom Ergebnis der noch durchzuführenden öffentlichen Ausschreibung.
Bei der Haushaltssicherungsmaßnahme M249 handelt es sich nicht um eine Kostenreduzierung durch das Abschalten weiterer Leuchten, sondern lediglich um die Umrüstung auf energieeffiziente Technik.

 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Nachdruck möchte ich diesen Vorschlag unterstützen.

DIe Energiekosten der Straßenbeleuchtung lassen sich durch Einsatz moderner LED-Leuchten massiv reduzieren. Dem gegenüber stehen sicherlich Anfangs-/Ersatzinvestitionen, die sich mittelfristig jedoch rentieren. Zumal die Schalt-. und Dimmbarkeit moderner Leuchten zusätzliche bedarfsgerechte Flexibilität und damit Kosteneinsparpotentzial liefert. Darüberhinaus können auch Lichtsignalanlagen in die Betrachtung (insb. Ampeln) mit einbezogen werden - auch hierfür gibt es bereits marktreife Technologien, die zu erheblicher Kosteneinsparung je Ampelanlage führen.

Beste Grüße, M. Woste

 
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wie lag das Kosten / Einsparverhältnis 2011 bei den bereits sanierten 4000 Leuchten ? Überschlägig sind bei einer Einsparung von 45 W /h/Leuchte bei unveränderter Beleuchtungsdauer kaum 100.000€ einsparbar.

 
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Bei der Umsetzung der HSK-Maßnahme M199 entstanden Investitionsausgaben für die energieeffiziente Umrüstung von rd. 4230 Leuchten in Höhe von ca. 1.207.000 €. Der jährliche Aufwand für Abschreibung und Zinsen beträgt ca. 70.000 €. Demgegenüber steht eine Einsparung bei den Energiekosten auf der Grundlage aktueller Energiepreise von rd. 145.000 €/jährlich.

 
4

Wie teuer ist denn die Umrüstung und die Investition? Wann ist hier das ROI erreicht?

 
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Bei einem kalkulierten Investitonsvolumen von 760.000 € für ca. 2630 Leuchten entsteht ein nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ansatzfähiger Aufwand für Abschreibung und Zinsen von jährlich ca. 43.000 €. Demgegenüber stehen Einsparungen bei den Energiekosten auf aktueller Preisbasis von ca. 90.000 €/jährlich. Der ROI ist nach ca. 8,44 Jahren bei einem 30-jährigen Lebenszyklus der öffentlichen Straßenbeleuchtung erreicht.

 
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Das ROI ist schon sehr hoch. In Anbetracht dessen, das die Stadt Geld in einem gewissen Zeitraum sparen muss, kann die Investition eigentlich nicht getätigt werden (wenn auch sehr sinnvoll und mittelfristig ok). Aber es geht darum das Geld vom Land zu bekommen. Investitionen die sich erst nach dem Zeitraum auszahlen, sind dann erstmal kontraproduktiv. Oder gibt es bei solchen sinnvollen Investitionen Ausnahmeregelungen?

 
16

Die Stadt Solingen wird derzeit von der Kommunalaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf als "von der Überschuldung bedroht" eingestuft. Deshalb bedürfen Investitionsausgaben, die ohnehin den Restriktionsregeln der vorläufigen Haushaltsführung i. S. d. § 82 der Gemeindeordnung NRW unterliegen, grundsätzlich der Zustimmung der Bezirksregierung. So ist auch die unter technischen, kaufmännischen und umweltrelevanten Aspekten sinnvolle und gebotene Investition bezüglich des Austauschs der Rundleuchten im Stadtgebiet von der Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt worden. Eine negative Auswirkung auf mögliche Konsolidierungshilfen im Rahmen des sogenannten "Stärkungspakt II (Stadtfinanzen)" besteht somit nicht.

 
5

Ergänzung: WIchtig zu wissen ist, dass die Investition in Gänze förderungsfähig ist, d.h. dass hierzu keine Eigenmittel aufzubringen sind und die Kreditvergabe seitens des Land NRW sogar begrüßt wird.

Beste Grüße, M. Woste

 
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Die Idee der Sanierung der Strassenbeleuchtung ist an sich ja gut. Allerdings rechnet sich das ganze auf Grund der hohen Investitionen ja erst nach einigen Jahren.

Was spricht dagegen die Beleuchtung in der Nacht, außer auf den Hauptverkehrsstrassen komplett abzuschalten??
Das spart sofort......................

 
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Die Reduzierung der Energiekosten bei der Straßenbeleuchtung soll soweit wie möglich gemeinverträglich geschehen. Das heißt, dass bei der im Jahr 2009 bereits begonnenen und durchgeführten Abschaltung der Straßenbeleuchtung auf ausgewählten Streckenabschnitten Aspekte, wie z. B. die Verkehrssicherheit und die Prävention vor Straftaten, eine wichtige Rolle gespielt haben. Unter diesen Aspekten beinhaltet das Gesamtkonzept, dass die Straßenbeleuchtung grundsätzlich nur auf anbaufreien oder anbauarmen Streckenabschnitten der in die Außenbereiche führenden Straßen sowie in anbaufreien oder anbauarmen Ortslagen abgeschaltet wurde. Dort, wo Menschen leben, wohnen, arbeiten und sich im öffentlichen Raum aufhalten, bleibt die Beleuchtung aus den vorgenannten Sicherheitsgründen, aber auch aus Gründen der Daseinsvorsorge angeschaltet.

 
7

Kein Kommentar

 
12

Finde ich gut, nicht nur wrtschafltich sondern auch gut für die Umwelt

 
13

Bei der Betrachtung darf man nicht vergessen, dass der Strompreis aufgrund einer käftig steigenden EEG-Umlage (Umlage für unsere Solaranlagen) sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen wird. Der ROI dürfte somit geringer als 8,44 Jahre (Annahme 30 jährigen Lebenszyklus) betragen.

 
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Statt in Randgebieten von Solingen die Straßenbeleuchtung komplett auszuschalten, (Müngsten bis zu den ersten Häusern der Remscheider Straße) bitte ich zu prüfen, im gesamten Stadtgebiet nur jede zweite Laterne leuchten zu lassen. Nach einem Jahr oder
2 Jahren die inaktiven Leuchten wieder ans Netz, damit wird die Standzeit der Beleuchtungsanlage verdoppelt und die Stromkosten halbiert.

 
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Es wäre noch mehr einzusparen, wenn die Straßenlaternen nicht so oft auch tagsüber in Betrieb sind. Hierfür scheint sich keiner zu interessieren. Es sind im Laufe des Tages so viel städtische Fahrzeuge in Solingen unterwegs, aber deren Fahrer/ Beifahrer scheinen oft blind zu sein, denn íhnen fällt es oft nicht auf, dass die Straßenlaternen ganzer Straßenzüge in Betrieb sind, obwohl Tag ist.

Ähnlich ist die Verhaltensweise bei Lichtsignalanlagen, wenn eine der Lichterzeichen (grün, gelb, rot) nicht funktioniert.

 
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Der Austausch wird dann den angrenzenden Eigentümern auch noch als Straßenbaubeiträge in Rechnung gestellt wie schon bisher

 
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Aktuelle Medieninfos über den Einsatz von sehr giftigem Quecksilber in neuen Energiesparlampen machen besorgt. Auch ist die Leuchtqualität vieler LEDs fraglich (gelblicher Warmton oder grelles Weißlicht?). Werden bei der Umrüstung außer der Kosteneinsparung auch solche Punkte in Betracht gezogen?

 
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Bei der Umrüstaktion (M249) handelt es sich nicht um LED-Lampen. Es werden vorhandene (quecksilberhaltige) Quecksilberdampf-Hochdrucklampen gegen energetisch optimierte Halogenmetalldampf-Hochdrucklampen (35 Watt; nicht quecksilberhaltig) ausgetauscht. Bei der Auswahl der Produkte wird selbstverständlich nicht nur die Energieeinsparung betrachtet, sondern es werden auch Aspekte berücksichtigt, wie z. B. die Leuchtdichte, die auf die Verkehrsfläche gebracht wird, die Unterhaltungsfreundlichkeit, um Folgekosten zu reduzieren, die Baustoffqualität der Leuchten etc..
Bei der Haushaltssicherungsmaßnahme M249 handelt es sich um eine Fortführungsmaßnahme. In den beiden vergangenen Jahren wurden bereits ca. 4000 Leuchten der oben beschriebenen Art (sogenannte Rundleuchten) beschafft und zum größten Teil auch schon, vornehmlich in Anliegerstraßen, erfolgreich installiert. Gegenüber den alten Leuchten ist die Leuchtdichte bei den neuen Leuchten erheblich erhöht.

 
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Inwiefern ist hier eine Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Fa. "Zweibrüder" denkbar - immerhin Weltmarktführer im Bereich LED und Kaltlicht?

 
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Die Firma Zweibrüder fertigt keine Straßenleuchten.

 
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Ich würde die Straßenbeleuchtung ab 23.00Uhr bis auf wenige Ausnahmen komplett abschalten,als Lampenart würde ich die selben wie auf der Korkenziehertrasse verwenden,angenehmes Licht weniger Lichtverschmutzung,nicht zu hell.(Niederdrucknatriumdampflampe?!)